Glossar
In diesem Glossar findest du kurze Erklärungen zu wichtigen Begriffen rund um Hashfunktionen, Kryptografie und die auf HashGenerator.de behandelten Algorithmen.
Viele Begriffe erkläre ich in eigenen Artikeln ausführlicher. In diesem Fall findest du bei der Definition einen Link zum passenden Artikel.
AND
AND ist eine bitweise logische Operation.
Ein Ergebnisbit ist nur dann 1, wenn beide Eingabebits 1 sind:
0 AND 0 = 0
0 AND 1 = 0
1 AND 0 = 0
1 AND 1 = 1
AND wird unter anderem innerhalb der logischen Funktionen von SHA-2 verwendet.
Argon2
Argon2 ist eine Familie speicherintensiver Verfahren für Passwort-Hashing und Key Derivation.
Argon2 gewann 2015 die Password Hashing Competition. Für die Passwortspeicherung wird insbesondere die Variante Argon2id eingesetzt.
Authentizität
Authentizität beschreibt im Kontext der Informationssicherheit die überprüfbare Herkunft von Daten oder Nachrichten.
Eine kryptografische Hashfunktion allein stellt keine Authentizität her. Dafür können beispielsweise Message Authentication Codes oder digitale Signaturen eingesetzt werden.
Avalanche Effect
Der Avalanche Effect beschreibt das gewünschte Verhalten, dass bereits eine kleine Änderung der Eingabe zu großen Änderungen der Ausgabe einer kryptografischen Funktion führt.
Bei einer idealisierten Betrachtung einer Hashfunktion ist bei der Änderung eines einzelnen Eingabebits zu erwarten, dass sich ungefähr die Hälfte der Ausgabebits verändert.
→ Mehr erfahren: Der Avalanche Effect
bcrypt
bcrypt ist ein speziell für Passwort-Hashing entwickeltes Verfahren.
Es verwendet einen Salt und besitzt einen konfigurierbaren Kostenfaktor, durch den die Berechnung absichtlich aufwendiger gemacht werden kann.
Bit
Ein Bit ist die kleinste Informationseinheit in einem digitalen System und kann die Werte 0 oder 1 annehmen.
Die Länge von Hashwerten und die Sicherheitsstärke kryptografischer Verfahren werden häufig in Bit angegeben. SHA-256 erzeugt beispielsweise einen Hashwert mit 256 Bit.
Bit Rotation
Bei einer Bit Rotation werden die Bits eines Wortes zyklisch nach links oder rechts verschoben.
Bits, die an einer Seite herausgeschoben werden, erscheinen auf der gegenüberliegenden Seite wieder. Im Unterschied zu einem normalen Bit Shift gehen dabei keine Bits verloren.
Bei SHA-2 werden insbesondere Rechtsrotationen (ROTR) verwendet.
Brute Force
Brute Force bezeichnet das systematische Ausprobieren möglicher Kandidaten.
Bei einem Preimage-Angriff kann beispielsweise versucht werden, mögliche Eingaben zu hashen und deren Hashwerte mit einem vorgegebenen Zielhash zu vergleichen.
Wie praktikabel ein solcher Angriff ist, hängt nicht nur von der verwendeten Hashfunktion, sondern insbesondere von Größe und Struktur des möglichen Eingaberaums ab.
Byte
Ein Byte besteht aus acht Bit.
Ein SHA-256-Hash mit 256 Bit besitzt damit eine Länge von 32 Byte. Ein SHA-512-Hash mit 512 Bit entspricht 64 Byte.
Capacity
Die Capacity ist der Teil des internen Zustands einer Sponge Construction, der nicht direkt mit den Nachrichtenblöcken XOR-verknüpft wird. Sie bestimmt maßgeblich die Sicherheitseigenschaften der Konstruktion.
Bei SHA3-256 beträgt die Capacity 512 Bit und damit das Doppelte der Digest-Länge.
→ Mehr erfahren: Wie funktioniert SHA-3?
Ch-Funktion
Ch steht für Choose und ist eine der logischen Funktionen der SHA-2-Kompressionsfunktion.
Sie ist definiert als:
Ch(x, y, z) = (x AND y) XOR ((NOT x) AND z)
Bitweise betrachtet bestimmt x, ob das entsprechende Bit aus y oder z ausgewählt wird.
Checksum
Eine Checksum ist ein Prüfwert, mit dem beispielsweise unbeabsichtigte Veränderungen oder Übertragungsfehler in Daten erkannt werden können.
Auch kryptografische Hashwerte können für Integritätsprüfungen verwendet werden. Nicht jede Checksum besitzt jedoch kryptografische Sicherheitseigenschaften.
Ein einfacher Fehlerprüfwert und eine kryptografische Hashfunktion verfolgen daher nicht zwingend dieselben Sicherheitsziele.
Collision
Eine Collision liegt vor, wenn zwei unterschiedliche Eingaben denselben Hashwert erzeugen.
Da Hashfunktionen einen größeren möglichen Eingaberaum auf eine endliche Menge möglicher Hashwerte abbilden, müssen solche Collisions grundsätzlich existieren.
Entscheidend für kryptografische Hashfunktionen ist deshalb nicht, ob Collisions existieren, sondern wie schwierig es ist, sie gezielt zu finden.
→ Mehr erfahren: Was ist eine Hash Collision?
Collision Resistance
Collision Resistance ist eine Sicherheitseigenschaft kryptografischer Hashfunktionen.
Eine Hashfunktion soll collision-resistant sein, wenn es praktisch nicht möglich ist, zwei unterschiedliche Eingaben zu finden, die denselben Hashwert erzeugen.
Für eine idealisierte Hashfunktion mit n Bit Ausgabe liegt der generische Aufwand für die Kollisionssuche aufgrund des Birthday-Effekts in der Größenordnung von 2^(n/2).
→ Mehr erfahren: Was ist Collision Resistance?
Digest
Digest oder Message Digest ist eine weitere Bezeichnung für die Ausgabe einer kryptografischen Hashfunktion.
Im allgemeinen Sprachgebrauch werden dafür häufig auch die Begriffe Hash oder Hashwert verwendet.
Digitale Signatur
Eine digitale Signatur ist ein kryptografisches Verfahren, mit dem unter anderem Herkunft und Integrität digitaler Daten überprüft werden können.
In digitalen Signaturverfahren werden häufig kryptografische Hashfunktionen eingesetzt. Die digitale Signatur selbst ist jedoch nicht einfach ein Hashwert.
Domain Separation
Domain Separation bezeichnet das Hinzufügen zusätzlicher Bits zu einer Nachricht, damit Funktionen, die dieselbe zugrunde liegende Konstruktion verwenden, für dieselbe Eingabe unterschiedliche Ergebnisse liefern. Bei SHA3-256 wird der Nachricht das Suffix 01 angehängt, bei SHAKE128 und SHAKE256 das Suffix 1111.
→ Mehr erfahren: Wie funktioniert SHA-3?
Encoding
Beim Encoding werden Daten nach definierten Regeln in eine andere Darstellung überführt.
Im Gegensatz zum Hashing ist Encoding grundsätzlich reversibel. Ein Beispiel ist Base64: Kodierte Daten können wieder dekodiert werden.
Encoding bietet für sich genommen keine Vertraulichkeit und ist keine Verschlüsselung.
Extendable-Output Function (XOF)
Eine Extendable-Output Function (XOF) ist eine Funktion, deren Ausgabelänge nicht von vornherein feststeht, sondern je nach Bedarf gewählt werden kann. FIPS 202 definiert mit SHAKE128 und SHAKE256 zwei XOFs.
→ Mehr erfahren: Was ist SHA-3?
Feed-forward
Beim Feed-forward wird das Ergebnis der Kompressionsrunden mit dem vorherigen Hashzustand kombiniert.
Bei SHA-256 und SHA-512 werden die acht Working Variables nach der Verarbeitung eines Blocks modulo der jeweiligen Wortgröße zum vorherigen Hashzustand addiert.
Der daraus entstehende Zustand dient entweder als Ausgangspunkt für den nächsten Nachrichtenblock oder bildet nach dem letzten Block die Grundlage des endgültigen Hashwerts.
Hash
Hash wird häufig als Kurzform für Hashwert verwendet und bezeichnet die Ausgabe einer Hashfunktion.
Je nach Kontext wird umgangssprachlich auch vom „Hashen“ von Daten oder einem „Hash-Algorithmus“ gesprochen.
Hashfunktion
Eine Hashfunktion bildet Eingabedaten auf einen Hashwert definierter Länge ab.
Kryptografische Hashfunktionen besitzen darüber hinaus bestimmte Sicherheitseigenschaften. Dazu gehören insbesondere Preimage Resistance, Second-Preimage Resistance und Collision Resistance.
→ Mehr erfahren: Was ist eine Hashfunktion?
Hashwert
Der Hashwert ist die Ausgabe einer Hashfunktion.
Seine Länge hängt vom verwendeten Algorithmus ab und nicht unmittelbar von der Größe der Eingabe. SHA-256 erzeugt beispielsweise einen Hashwert mit 256 Bit, SHA-512 einen mit 512 Bit.
Hexadezimaldarstellung
Das Hexadezimalsystem verwendet 16 Ziffern (0–9 und a–f) zur Darstellung von Zahlen.
Ein Hexadezimalzeichen repräsentiert vier Bit. Deshalb benötigt die übliche hexadezimale Darstellung eines 256-Bit-Hashwerts 64 Zeichen:
256 / 4 = 64
Für einen SHA-512-Hash mit 512 Bit werden entsprechend 128 Hexadezimalzeichen benötigt.
HMAC
HMAC steht für Hash-based Message Authentication Code.
HMAC kombiniert eine kryptografische Hashfunktion mit einem geheimen Schlüssel und kann dazu verwendet werden, Integrität und Authentizität einer Nachricht zu überprüfen.
HMAC ist damit etwas anderes als das einfache Hashen einer Nachricht.
Initial Hash Value
Der Initial Hash Value ist der festgelegte Ausgangszustand einer Hashfunktion vor der Verarbeitung des ersten Nachrichtenblocks.
SHA-256 und SHA-512 verwenden jeweils acht durch den Standard festgelegte Anfangswerte. Sie sind Bestandteil des jeweiligen Algorithmus und werden nicht aus der Eingabe erzeugt.
→ Mehr erfahren: Wie funktioniert SHA-256?
Integrität
Integrität bedeutet im Kontext der Informationssicherheit, dass Daten nicht unbemerkt verändert wurden.
Hashwerte können beim Erkennen von Veränderungen helfen. Ein einfacher Hashvergleich beweist allein jedoch nicht die Authentizität der Daten, wenn der verwendete Referenz-Hash nicht aus einer vertrauenswürdigen Quelle stammt.
Keccak
Keccak ist der Algorithmus, den das NIST 2012 als Gewinner des SHA-3-Wettbewerbs ausgewählt hat. SHA-3 basiert auf Keccak.
Die Bezeichnung „Keccak-256“ steht allerdings nicht automatisch für dieselbe Funktion wie SHA3-256.
→ Mehr erfahren: Was ist SHA-3?
Kompressionsfunktion
Die Kompressionsfunktion ist ein zentraler Bestandteil von SHA-256 und SHA-512.
Sie verarbeitet den aktuellen internen Hashzustand zusammen mit den aus einem Nachrichtenblock abgeleiteten Daten. Das Ergebnis wird anschließend mit dem bisherigen Zustand kombiniert.
Bei Nachrichten mit mehreren Blöcken wird der daraus entstandene Zustand bei der Verarbeitung des nächsten Blocks weiterverwendet.
→ Mehr erfahren: Wie funktioniert SHA-256?
Kompressionsrunde
SHA-256 und SHA-512 führen ihre Kompressionsfunktion in mehreren Runden aus.
SHA-256 verwendet 64 Runden mit 32-Bit-Wörtern, SHA-512 verwendet 80 Runden mit 64-Bit-Wörtern.
In jeder Runde werden unter anderem ein Wort des Message Schedules, eine Rundenkonstante und der aktuelle interne Arbeitszustand verarbeitet.
→ Mehr erfahren: Wie funktioniert SHA-256?
Kryptografische Hashfunktion
Eine kryptografische Hashfunktion ist eine Hashfunktion, die für kryptografische Anwendungen bestimmte Sicherheitseigenschaften erfüllen soll.
Dazu gehören insbesondere Preimage Resistance, Second-Preimage Resistance und Collision Resistance.
Nicht jede Funktion, die einen Hashwert erzeugt, ist deshalb automatisch für kryptografische Anwendungen geeignet.
→ Mehr erfahren: Was ist eine Hashfunktion?
Maj-Funktion
Maj steht für Majority und ist eine logische Funktion der SHA-2-Kompressionsfunktion.
Sie ist definiert als:
Maj(x, y, z) =
(x AND y) XOR
(x AND z) XOR
(y AND z)
Für jede Bitposition entspricht das Ergebnis dem Wert, der unter x, y und z mehrheitlich vorkommt.
MD5
MD5 ist eine von Ronald Rivest entwickelte Hashfunktion mit einer Ausgabe von 128 Bit.
Aufgrund bekannter praktischer Kollisionsangriffe ist MD5 für Anwendungen, die Collision Resistance benötigen, nicht mehr geeignet.
Message Block
Viele kryptografische Hashfunktionen verarbeiten Nachrichten blockweise.
SHA-256 arbeitet mit 512-Bit-Nachrichtenblöcken, während SHA-512 1024-Bit-Blöcke verwendet.
Eine Nachricht, die nach dem Padding größer als ein Block ist, wird entsprechend in mehreren Blöcken verarbeitet.
Message Digest
Message Digest ist eine weitere Bezeichnung für den von einer kryptografischen Hashfunktion erzeugten Hashwert.
Siehe auch: Digest und Hashwert.
Message Schedule
Beim Message Schedule werden die aus einem Nachrichtenblock gewonnenen Wörter für die anschließenden Kompressionsrunden erweitert.
Bei SHA-256 entstehen aus 16 ursprünglichen 32-Bit-Wörtern insgesamt 64 Schedule-Wörter.
SHA-512 erweitert 16 ursprüngliche 64-Bit-Wörter auf insgesamt 80 Schedule-Wörter.
Modulo-Arithmetik
Bei Modulo-Arithmetik werden Zahlen innerhalb eines begrenzten Wertebereichs betrachtet.
SHA-256 führt bestimmte Additionen modulo 2^32 durch, SHA-512 modulo 2^64.
Bei einer Addition modulo 2^32 werden dadurch effektiv nur die unteren 32 Bit des Ergebnisses weiterverwendet.
NOT
NOT invertiert die einzelnen Bits eines Wertes:
NOT 0 = 1
NOT 1 = 0
Bei SHA-2 wird NOT beispielsweise innerhalb der Ch-Funktion verwendet.
Padding
Padding erweitert eine Nachricht nach genau definierten Regeln, bevor sie von einer Hashfunktion verarbeitet wird.
Bei SHA-256 und SHA-512 wird der Nachricht unter anderem ein 1-Bit, eine definierte Anzahl von 0-Bits und eine Darstellung der ursprünglichen Nachrichtenlänge hinzugefügt.
Dadurch kann die Nachricht anschließend in vollständigen Blöcken verarbeitet werden.
→ Mehr erfahren: Wie funktioniert SHA-256?
Passwort-Hashing
Passwort-Hashing bezeichnet Verfahren zur Speicherung von Passwort-Verifikatoren, ohne das Passwort selbst im Klartext speichern zu müssen.
Für Passwörter sollten geeignete Password-Hashing-Verfahren mit Salt und einem angemessenen Kostenfaktor eingesetzt werden.
Schnelle allgemeine kryptografische Hashfunktionen wie SHA-256 oder SHA-512 allein sind dafür nicht als Passwort-Hashing-Schema vorgesehen.
Preimage Resistance
Preimage Resistance ist eine Sicherheitseigenschaft kryptografischer Hashfunktionen.
Ist ein Hashwert gegeben, soll es praktisch nicht möglich sein, eine Eingabe zu finden, die genau diesen Hashwert erzeugt.
Für eine idealisierte n-Bit-Hashfunktion liegt der generische Aufwand in der Größenordnung von 2^n.
→ Mehr erfahren: Was ist Preimage Resistance?
Rainbow Table
Eine Rainbow Table ist eine vorberechnete Datenstruktur, mit der die Suche nach Eingaben zu bekannten Hashwerten für bestimmte Eingaberäume beschleunigt werden kann.
Individuelle Salts beim Passwort-Hashing erschweren solche vorberechneten Angriffe erheblich, weil vorberechnete Tabellen nicht ohne Weiteres für viele unterschiedliche Salts wiederverwendet werden können.
Rate
Die Rate ist der Teil des internen Zustands einer Sponge Construction, über den Eingabeblöcke aufgenommen und Ausgabe entnommen wird. Bei SHA3-256 beträgt die Rate 1088 Bit beziehungsweise 136 Byte.
→ Mehr erfahren: Wie funktioniert SHA-3?
ROTR
ROTR steht für Rotate Right.
Dabei werden alle Bits eines Wortes um eine bestimmte Anzahl Positionen nach rechts rotiert. Die rechts herausfallenden Bits werden auf der linken Seite wieder eingefügt.
SHA-256 und SHA-512 verwenden ROTR unter anderem innerhalb ihrer σ- und Σ-Funktionen.
Siehe auch: Bit Rotation und SHR.
→ Mehr erfahren: Wie funktioniert SHA-256?
Round Constant
Round Constants sind fest definierte Konstanten, die während der Kompressionsrunden verwendet werden.
SHA-256 verwendet 64 32-Bit-Rundenkonstanten. SHA-512 verwendet 80 64-Bit-Rundenkonstanten.
Die Konstanten sind Bestandteil der jeweiligen Algorithmusspezifikation und hängen nicht von der Eingabe ab.
→ Mehr erfahren: Wie funktioniert SHA-256?
Salt
Ein Salt ist ein zusätzlicher Wert, der beim Passwort-Hashing zusammen mit dem Passwort verarbeitet wird.
Salts sollen für jedes Passwort individuell gewählt werden und sorgen unter anderem dafür, dass identische Passwörter nicht automatisch zu identischen gespeicherten Passwort-Hashes führen.
Ein Salt muss nicht geheim sein.
scrypt
scrypt ist ein Passwort-Hashing- und Key-Derivation-Verfahren, das neben Rechenzeit gezielt einen konfigurierbaren Speicherbedarf verwendet.
Dadurch sollen insbesondere stark parallelisierte Angriffe kostspieliger werden.
Second-Preimage Resistance
Second-Preimage Resistance ist eine Sicherheitseigenschaft kryptografischer Hashfunktionen.
Zu einer bereits vorgegebenen Eingabe soll es praktisch nicht möglich sein, eine andere Eingabe zu finden, die denselben Hashwert erzeugt.
Sie unterscheidet sich damit sowohl von Preimage Resistance als auch von Collision Resistance.
→ Mehr erfahren: Was ist Second-Preimage Resistance?
SHA-1
SHA-1 ist eine kryptografische Hashfunktion mit einer Ausgabe von 160 Bit.
Aufgrund praktischer Kollisionsangriffe ist SHA-1 für Anwendungen, die Collision Resistance benötigen, nicht mehr geeignet.
SHA-2
SHA-2 bezeichnet eine Familie kryptografischer Hashfunktionen.
Dazu gehören SHA-224, SHA-256, SHA-384, SHA-512, SHA-512/224 und SHA-512/256.
Die Familie ist im NIST Secure Hash Standard spezifiziert.
→ Mehr erfahren: Was ist SHA-2?
SHA-224
SHA-224 gehört zur SHA-2-Familie und erzeugt einen Hashwert mit 224 Bit.
Der Algorithmus verwendet dieselbe 32-Bit-Struktur wie SHA-256, besitzt jedoch eigene Initial Hash Values und liefert eine auf 224 Bit begrenzte Ausgabe.
→ Mehr erfahren: Was ist SHA-224?
SHA-256
SHA-256 gehört zur SHA-2-Familie und erzeugt einen Hashwert mit 256 Bit.
Der Algorithmus verarbeitet 512-Bit-Nachrichtenblöcke, arbeitet intern mit 32-Bit-Wörtern und verwendet 64 Kompressionsrunden.
→ Mehr erfahren: Was ist SHA-256?
SHA-3
SHA-3 ist eine Familie kryptografischer Hashfunktionen, die in NIST FIPS 202 standardisiert wurde.
Dazu gehören SHA3-224, SHA3-256, SHA3-384 und SHA3-512.
SHA-3 basiert auf einer anderen Konstruktion als SHA-2. FIPS 202 definiert außerdem die Extendable-Output Functions SHAKE128 und SHAKE256.
→ Mehr erfahren: Was ist SHA-3?
SHA-384
SHA-384 gehört zur SHA-2-Familie und erzeugt einen Hashwert mit 384 Bit.
Der Algorithmus verwendet wie SHA-512 eine 64-Bit-Struktur mit 1024-Bit-Nachrichtenblöcken und 80 Kompressionsrunden, besitzt jedoch eigene Initialwerte und liefert eine auf 384 Bit begrenzte Ausgabe.
→ Mehr erfahren: Was ist SHA-384?
SHA-512
SHA-512 gehört zur SHA-2-Familie und erzeugt einen Hashwert mit 512 Bit.
Der Algorithmus verarbeitet 1024-Bit-Nachrichtenblöcke, arbeitet intern mit 64-Bit-Wörtern und verwendet 80 Kompressionsrunden.
→ Mehr erfahren: Was ist SHA-512?
SHA-512/224
SHA-512/224 gehört zur SHA-2-Familie und verwendet die SHA-512-basierte 64-Bit-Struktur, erzeugt jedoch einen Hashwert mit 224 Bit.
Der Algorithmus besitzt eigene Initialwerte und ist nicht einfach nur ein nachträglich auf 224 Bit gekürzter gewöhnlicher SHA-512-Hash.
→ Mehr erfahren: Was sind SHA-512/224 und SHA-512/256?
SHA-512/256
SHA-512/256 gehört zur SHA-2-Familie und verwendet die SHA-512-basierte 64-Bit-Struktur mit einer Ausgabe von 256 Bit.
Trotz der gleichen Ausgabelänge ist SHA-512/256 nicht dasselbe wie SHA-256.
SHA-512/256 verwendet unter anderem 64-Bit-Wörter, 1024-Bit-Nachrichtenblöcke und eigene Initialwerte.
→ Mehr erfahren: Was sind SHA-512/224 und SHA-512/256?
SHR
SHR steht für Shift Right.
Dabei werden Bits nach rechts verschoben. Die frei werdenden Positionen auf der linken Seite werden mit Nullen aufgefüllt, während rechts herausgeschobene Bits verloren gehen.
Das unterscheidet SHR von ROTR, bei dem herausrotierte Bits auf der gegenüberliegenden Seite wieder eingefügt werden.
Sicherheitsstärke
Die Sicherheitsstärke beschreibt den erwarteten Rechenaufwand, der zum Brechen einer bestimmten Sicherheitseigenschaft erforderlich ist.
Die Länge eines Hashwerts ist dabei nicht automatisch identisch mit seiner Collision Resistance.
Für eine idealisierte n-Bit-Hashfunktion liegt der generische Aufwand für ein Preimage in der Größenordnung von 2^n, für eine Collision aufgrund des Birthday-Effekts dagegen in der Größenordnung von 2^(n/2).
→ Mehr erfahren: Wie sicher sind 128, 256 und 512 Bit?
Sponge Construction
Eine Sponge Construction ist ein Konstruktionsprinzip, bei dem Daten zunächst in einen internen Zustand aufgenommen (Absorbing Phase) und anschließend daraus Ausgabe erzeugt wird (Squeezing Phase). SHA-3 verwendet dieses Prinzip zusammen mit der Keccak-Permutation.
→ Mehr erfahren: Was ist SHA-3?
UTF-8
UTF-8 ist eine Zeichenkodierung für Unicode.
Für Hashfunktionen ist wichtig, dass letztlich eine Folge von Bits beziehungsweise Bytes verarbeitet wird. Ein Text muss deshalb nach einer festgelegten Zeichenkodierung in Bytes überführt werden.
In UTF-8 können unterschiedliche Zeichen unterschiedlich viele Bytes benötigen.
Die verwendete Zeichenkodierung ist deshalb relevant, wenn aus einem Text reproduzierbar derselbe Hashwert berechnet werden soll.
Verschlüsselung
Verschlüsselung wandelt Daten mithilfe eines kryptografischen Verfahrens und eines Schlüssels in einen Ciphertext um.
Mit dem passenden Schlüssel können die Daten wieder entschlüsselt werden.
Das unterscheidet Verschlüsselung grundlegend vom Hashing: Ein Hashwert ist nicht als reversible Darstellung der ursprünglichen Daten gedacht.
Working Variables
Working Variables sind die Arbeitsvariablen, die während der Kompressionsrunden einer Hashfunktion verändert werden.
Bei SHA-256 und SHA-512 werden acht Working Variables üblicherweise mit a bis h bezeichnet.
Nach den Kompressionsrunden werden ihre Werte beim Feed-forward mit dem bisherigen Hashzustand kombiniert.
→ Mehr erfahren: SHA-256 Schritt für Schritt
XOR
XOR steht für Exclusive OR und ist eine bitweise logische Operation.
Für zwei einzelne Bits gilt:
0 XOR 0 = 0
0 XOR 1 = 1
1 XOR 0 = 1
1 XOR 1 = 0
XOR wird an vielen Stellen kryptografischer Algorithmen verwendet, unter anderem in den Funktionen von SHA-2.